Es hält nicht jedes Schafsgesicht, was seine Nase uns verspricht




Zahlreiche Sprichwörter, Metaphern und Redensarten befassen sich mit Düften und mit unserem Riechorgan. Das schöne russische Sprichwort im Titel meint wohl, das wir nicht allzu sehr auf den ersten Eindruck bauen sollten, sonst könnten wir ganz schön auf die Nase fallen. Manche faule Sache riecht man drei Meilen gegen den Wind, während es einige ganz Schlaue gibt, die den Braten schon von weitem riechen. Meine Mutter pflegte zu antworten, wenn ich sie nach dem Weg fragte: «Immer der Nase nach.» Einige rümpfen die Nase, wenn etwas gar zu ordinär ist, während andere die Nase gestrichen voll haben. Das ist aber noch kein Grund, die Nase hoch zu tragen; es sei denn, Sie hätten die Nase vorn und seien den anderen immer eine Nasenlänge voraus. Es stinkt zum Himmel, wie hochnäsig manche Menschen sind! Das macht mich richtig stinkig! Ich kann solche Menschen nämlich nicht riechen, aber auch jene nicht, die in fremden Angelegenheiten herumschnüffeln und ihre Nächsten an der Nase herumführen. Mir stinkt manchmal, wenn andere sich beschnuppern, als wenn sie frisch gebackene Weggli wären. Klar, da muss ich mir auch an die eigene Nase fassen und es auf meine Kappe nehmen, wenn andere verduften, sobald ich auftauche. Ich aber sage Ihnen: Stecken Sie Ihre Nase nicht in Dinge, von denen Sie keine Ahnung haben. Übrigens: Mit den Ratschlägen, die ich Ihnen hier gratis und franke auf die Nase binde, können Sie sich eine goldene Nase verdienen. Sicher!


Buchtipp

Nicolai Gogol: Die Nase


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