Gefühle der Einsamkeit in Corona-Zeiten



Es ist ziemlich genau ein Jahr her, seit wir uns mit dem Corona-Virus beschäftigen müssen, seit die Pandemie mit ungebremstem Tempo in unser Leben eingebrochen ist und es verändert hat – und zwar für die meisten Menschen nicht positiv. Neue Vokabeln haben in unseren Wortschatz Eingang gefunden, vorher unvorstellbare Einschränkungen haben unseren Alltag seither geprägt: Lockdown, Shutdown, Contact Tracing, Social Distancing, Quarantäne …


Ein wenig Geduld wird es noch brauchen...


Seit Ende letzten Jahres gibt es zwar einen Hoffnungsschimmer am Horizont: die Impfstoffe von BioNTech/Pfizer, Moderna, AstraZeneca und wie die Impfhersteller alle heissen versprechen uns ein mögliches Ende der Pandemie. Aber noch sind nicht alle Bewilligungsverfahren abgeschlossen, noch klappt es mit der Verteilung und Durchimpfung der Bevölkerung nicht recht. Wir werden uns also noch eine Weile gedulden müssen.


Kontakte reduzieren hat auch Folgen auf unser Wohlbefinden


Eine der Folgen der Pandemie – abgesehen von der Krankheit als solcher – ist die Isolation, in die die Abwehrmassnahmen gegen das Virus nicht wenige Menschen verbannen. Alleinstehende und ältere Menschen sind besonders von dieser Isolation betroffen, aber auch jüngere und junge Menschen spüren den Mangel an Kontaktmöglichkeiten und die Unmöglichkeit, sich körperlich nahe zu kommen. Die Isolation verursacht psychische Probleme und geht oft mit Depressionen einher. Wie können wir diesen Negativfolgen der Pandemie begegnen?


Die Pharmazeutin Dr. Urszula Rüfenacht analysiert die Wirkungen von Isolation auf das Gehirn und gibt folgende Tipps:


Wenn sich Menschen isolieren kann ein Mangel an Dopamin, GABA, Serotonin und/oder Opioiden entstehen. Das sind alles wichtige Botenstoffe, welche in unserem Gehirn für unser Wohlbefinden sorgen.


Dopamin sorgt für positive Gefühle und Motiviation


Dopamin ist ein Neurotransmitter, der im Belohnungszentrum aktiv wird, wo unsere positiven Gefühle und Motivationen entstehen. Dopamin steigert die Wahrnehmungsfähigkeit und zusätzlich leitet die Nervenimpulse vom Bewegungszentrum im Gehirn zu den ausführenden Muskeln des Körpers.


GABA sorgt für die Balance und Konzentration


Suchen Sie ätherische Öle die einem Mangel an GABA (gamma-Aminobuttersäure) vor wirken. GABA ist ebenfalls ein Neurotransmitter, der für die Balance zwischen Aktivität und Ruhephasen im Gehirn sorgt. Er hilft sich zu konzentrieren und ermöglicht uns die Details der Situation zu erfassen, auch das Lernen fällt mit GABA leichter.


Serotonin als Glücksbringer


Greifen Sie zu einem Aromastoff, der gegen den Mangel an Serotonin wirkt. Serotonin ist ein körpereigener Glücksbotenstoff, der für ein Gefühl der Zufriedenheit und der Harmonie sorgt, Wach- und Schlafrhythmus reguliert, die Verdauung fördert und uns ein Gefühl der Sicherheit und Entspannung gibt.


Opioiden verscheuchen Angst


Angstzustände sind auch auf einen Mangel an endogenen Opioiden zurückzuführen. Endogene Opioide sorgen für allgemeine Entspannung im Gehirn und lösen Ängste. Sie vermitteln das Gefühl von Freude und Wohlbehagen, stärken das Selbstvertrauen und helfen, Selbstbewusstsein zu entwickeln.


Ätherische Düfte, die einem Mangel an Dopamin, GABA, Serontonin und Opioiden entgegenwirken können


Empfohlene ätherische Öle, die das Isolationsgefühl erfolgreich bekämpfen können sind: Agrumenöle, Gewürzenduft von Rosmarin, Kreuzkümmel, Majoran, Lavendel, Duft der Nadelbäume: Kiefer, Tanne, Sandelholz, Linaloeholz und Harze: Weihrauch, Benzoe, Myrre, süsse Düfte von Champaca, Tonkabohne, Jasmin, Rose, Manuka, Ylang-ylang und Kakao.



In der Hoffnung, dass diese Tipps Ihnen helfen, besser durch die schwierigen nächsten Wochen zu kommen, wünschen wir Ihnen Kraft, Zuversicht, Hoffnung – und vor allem: Bleiben Sie gesund! Das Buch «Aromakompass. Besser leben mit Düften», kann zum Subskriptionspreis von CHF 40.50 gekauft werden. Es kommt am 09.04.21 auf den Markt.


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