Mit ätherischen Ölen gegen den Festtagsspeck


Alle sprechen von 8/16 Intervallfasten und ich möchte mir auf kinderleichte Art und Weise selber beweisen, dass ich ohne viel Sport eine bessere Komfortzone in Sachen Figur- und Life-Balance erreichen werde. Also heisst meine Devise Intervallfasten. Normalerweise kein Problem. Ich darf zwischen dem Nachtessen und der nächsten Mahlzeit 16 Stunden nichts essen. Danach 8 Stunden essen, aber natürlich im gesunden Rahmen. Bei einem frühen Nachtessen bereits um 17.00 Uhr ist dies keine Hexerei, da ich um 09.00Uhr bereits wieder zubeissen darf. Die Sitzung ging gestern länger und ich schaffte es erst um 19.00Uhr zum Nachtessen. Heute ist also frühestens 11.00 Uhr Essen angesagt. Nun sitze ich bereits um 07.30Uhr an der Arbeit und mir knurrt beim Schreiben der Magen. Kein Problem: Ich stelle mir einen Riechstift aus drei verschiedenen Düften zusammen. Lustig: er erinnert mich an ein Stück Panetone von meiner Grossmutter. Ein Zufall, da ich eigentlich eine total andere Mischung vorgesehen hatte, mir aber genau dieser eine Duftstoff ausgegangen war. Das Schnuppern am Riechstift macht Spass und ich schwelge darin. Es tut einfach gut, zwischendurch einen Schluck Wasser und den restlichen Kaffee zu trinken. Wieso sich mit einer Diät abmühen mit Lebensmitteln, die einem keine Freude bereiten? Das macht nur Stress und der hilft beim Abnehmen überhaupt nicht, wie wir wissen.

Wie ist das möglich? Mein Serotonin- und Dopaminvorrat im Gehirn ist bereits um 07:30 Uhr gesunken. Serotonin und Dopamin sind neben Endorphinen die Neurotransmitter, die im Gehirn Glücksgefühle wecken. Sie werden oft als «Wohlfühlhormone» bezeichnet und sind für unsere Glücksgefühle verantwortlich. Nebenbei mildert Serotonin das Schmerzempfinden, hilft Frauen, den Orgasmus zu erreichen (bei Männern bewirkt es das Gegenteil!), reguliert unseren Schlaf- und Wachrhythmus, den Blutkreislauf, die Blutgerinnung und die Körpertemperatur. Was aber für meine Figur zum Verhängnis wurde: Serotonin reguliert den Appetit. Mangel an Serotonin bewirkt: Depression, Müdigkeit, Migränen, Überempfindlichkeit und Schlafstörungen. Auch Verdauungsstörungen gehen aufs Konto des niedrigen Serotoninspiegels, weil Serotonin als Hauptnervenbotenstoff im Magen-Darm-Trakt die Peristaltik (Darmbewegungen) regelt. Dopamin dagegen ist der aktive Bote des Glücks, es steuert unser Verhalten über das Motivationszentrum, um unseren psychischen Antrieb aufrechtzuerhalten.

Wir suchen ständig nach positiven Erlebnissen, damit unser Verhalten in seiner Richtigkeit bestätigt wird und wir dadurch den Siegerpodest im täglichen Überlebenskampf häufiger betreten können. Eine simple Strategie für die Bestätigung der eigenen Überlegenheit, denn Wohlbefinden, Lebensfreude, Mut und Vergnügen verschaffen uns bessere Überlebenschancen und sind hilfreich bei der Partnerwahl, denn Glücksgefühle (Essen und Sex) erzeugen einen Wiederholungswunsch. Damit wir dazu bereit sind, ermöglichen die dopamingesteuerten Nervenzellen im Gehirn die Aufnahme der Sinneseindrücke und erzeugen Konzentration.

Dopamin steuert auch unsere Körperreaktionen im Bereich der Feinmotorik und Körperbewegung und stärkt die eigene Kreativität. Sie steht in Wechselwirkung mit Serotonin, weshalb bei Depressionen eine geringe Aktivität beider Neurotransmitter im Gehirn verzeichnet wird. Auch weitere neuronale Botenstoffe – GABA (oder Gamma-Aminobuttersäure, neben Acetylcholin unser wichtigster hemmender Botenstoff im Gehirn) und aus Aminosäuren bestehende Glückshormone, die Endorphine – steuern das Hungergefühl, und ihrer gesunkenen Aktivität verdanken wir die Heisshungerattacken, weil bei Aufnahme kohlenhydratreicher Nahrung genau diese Nervenbotenstoffe ausgeschüttet werden.

Da kann man leicht eine Sucht auf Zucker entwickeln. Leider. Hier eine positive Nachricht: Beim Trinken von Wasser werden ebenfalls Endorphine freigesetzt, die unter anderem das Hungergefühl unterdrücken. Das Trinken von Wasser macht eben glücklich und satt.
Mindestens das! Das Fehlen von allen vier neuronalen Botenstoffen im Gehirn: Dopamin, Serotonin, GABA und Endorphinen für zu Hungergefühlen, zusätzlich beschert uns die niedrige Aktivität der Glückshormone im Gehirn – Dopamin, Serotonin und Endorphine – beschert uns trübe Gedanken. Jetzt ist es klar, warum depressive Menschen solche Probleme mit ihrer Gewichtskontrolle haben.

Dem kann entgegengewirkt werden. Serotonin und Dopamin entstehen im Körper aus der Aminosäure Tryptophan. Gute Lieferanten vom Tryptophan sind Walnüsse, die aber mit 662,00 kcal pro 100 Gramm nicht gerade ein ideales Diätprodukt sind, Schokolade mit 500-600 kcal/100 Gramm verbessert die Sache nicht im Geringsten. Tryptophanreiche Bananen sind ebenfalls Energiebomben, aber Bananen sind auch wichtige Quellen von Kalium, Magnesium, Vitaminen A und C und Selen. Da bleibe ich lieber bei Tomaten, die im italienisch-französischem Sprachraum im Dictionnaire de l'Académie Française aus dem Jahr 1835 als pomme d'amour (Liebesäpfel) oder pomme d'or (Goldäpfel) bezeichnet werden; daher kommt auch der heutige italienische Name pomodoro. Ein Hoch auf die Migranten aus Südamerika: Die Tomate mit 20 kcal/100 Gramm, mittelamerikanische Ananas mit 59 kcal und viel Vitamin C, Kalium, Magnesium und der Newcomer aus Asien (Kiwi) mit 51 kcal/100 Gramm liefern viel Tryptophan und damit viele Glücksgefühle ohne viel Kalorien!

Riechstifte mit ätherischen Ölen sind die «kalorienärmste» Alternative zu den Lebensmitteln. Sie werden nicht eingenommen, sondern nur geschnuppert, und können den Glückshormonspiegel im Körper günstig beeinflussen. Zu den Ölen gehören neben Zitrusfrucht-Duftölen Nadelbaumharze, viele ätherische Blumen-Öle und Gewürze. Deswegen haben wir drei unterschiedliche Duftmischungen, die Ihnen helfen, das Hungergefühl zu neutralisieren, zusammengestellt und als Riechstifte mit Nachfüllmischung im Internetshop angeboten.

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