Tropische ätherische Öle: Wahre Wundertüten!

01.10.2018

 So langsam, aber sicher verabschiedet sich der Sommer und wir müssen uns mit der Aussicht auf kältere Tage abfinden. Zeit deshalb für einen Blick zurück und nach vorn: Ätherische Öle aus den Tropen erinnern an die vergangenen sonnigen Tage und an einen auch in der Schweiz wahrhaft tropischen Sommer, helfen uns aber auch, die manchmal grauen und nassen Tage des Herbst und des Winters nicht nur durchzustehen, sondern gar zu geniessen.

 

Ich war diesen Sommer vier Wochen in Indonesien in den Ferien, in Java und Bali. Immer wieder machte ich in Zeit dieser Bekanntschaft mit den herrlich riechenden tropischen Ölen dieser Gegend. Massagen sind zum Beispiel eine alltägliche Behandlungsmethode von körperlichen und physischen Verspannungen in Südostasien. In Banjuwangi (Ostjava) etwa telefoniert man einfach einer professionellen Masseurin oder einem professionellen Masseur, die/der dann eine halbe Stunde später mit ihrem/seinem Massageöl bei einem im Hotelzimmer oder in der Wohnung eintrifft. Natürlich ist es von Vorteil, wenn man einheimische Kontakte hat, die einem eine Masseurin oder einen Masseur empfehlen und vermitteln können. Meist handelt es sich dabei um eine schon etwas ältere Frau oder einen schon etwas älteren Mann, die/der einem aber mit viel Kraft und Ausdauer (und eben: jahrelanger Erfahrung) den Körper durchkneten und durchwalken. Die Behandlung kann bis zwei Stunden dauern und kostet etwa zwanzig Franken. Danach fühlt man sich wie neugeboren – eine Wohltat vor allem nach einem 12-Stunden-Flug in der Holzklasse!

 

Indonesien ist das Land der Düfte. Überall Blumen in den leuchtendsten Farben, über allem liegt Duft in der Luft, segelt zusammen mit handtellergrossen Schmetterlingen über die Reisfelder und über die Wipfel der Palmen. In Indonesien wird im Alltag ganz selbstverständlich mit Düften «gearbeitet», zum Beispiel streuen sich viele Brautleute in der Hochzeitsnacht  Ylang-Ylang-Blüten auf ihr Bett. In Indonesien gibt es viele Pflanzen, die der Herstellung ätherischer Öle dienen. Hier stellen wir Ihnen vier Öle vor:

 

 

Patschuli (Pogostemon cablin) kommt aus Indonesien, Madagaskar, China und den Philippinen. Das Patschuliöl wird durch Destillation gewonnen, wozu die Blätter jedoch vorher getrocknet werden müssen. Das Patschuliöl ist zähflüssig, hellbraun und es duftet etwas muffig und moschusartig, aber auch holzig und erdig. Der Duft hält sich sehr lange: Gibt man etwas Öl auf die Kleidung, kann es sein, dass man noch Wochen danach den Duft wahrnehmen kann. Mit dem Patschuliöl werden nicht nur Menschen parfümiert, sondern auch die Wäsche und Wohnräume besprüht – unter anderem deshalb, um Insekten fernzuhalten. Obwohl er Insekten abwehrt, wirkt der Duft auf den Menschen aphrodisierend: Patschuli macht Lust auf Lust. Allerdings mögen nicht alle diesen eigenwilligen Duft und nehmen dann eher Reissaus.

Patschuliöl fördert die Produktion von Serotonin und ist somit ein hervorragendes Mittel gegen die trübe Herbststimmung. Patschuliöl stimuliert uns in geringen Dosen, in hohen Dosen jedoch wirkt es geradezu betäubend. Patschuliöl ist antiseptisch, es hilft Wunden zu heilen, es pflegt die Haut und tötet Pilze ab. Es hilft besonders gut bei trockener und rissiger, entzündeter Haut. Es kann auch bei Pilzinfektionen der Haut helfen, zum Beispiel bei Fusspilz. In seinem Herkunftsgebiet verwendet man Patschuliöl auch bei Insektenstichen.

 

 

 

Lemongras (Cymbopogon citratus). Lemongras ist in tropischen Regionen heimisch, zum Beispiel in Indien, Afrika, Indonesien oder Südamerika. Die bis zu 50 cm hohe Pflanze gehört – wie zum Beispiel auch Vetiver, ein anderes tropisches ätherisches Öl – zur Familie der Süssgräser und wird heute beispielsweise in Brasilien und in China in grösseren Kulturen angebaut. Es ist leicht gelblich und wird durch Destillation der Blätter gewonnen.

Aufgrund seines intensiven Duftes ist es einer der beliebtesten Düfte zur Raumbeduftung. Ein aus Lemongras gewonnenes Hautöl stellt ein ideales Massageöl dar, das den Körper und den Geist belebt. Man verwendet Lemongras zudem seit Jahrhunderten als Heilmittel bei verschiedensten Beschwerden. In Indien wird Lemongras zum Beispiel gegen fieberhafte Infekte, gegen Verdauungsstörungen und sogar gegen die Cholera eingesetzt. Nebenbei hält es die lästigen Insekten fern.

Lemongras hat einen erfrischenden Zitrusduft, der eblebend auf unsere Psyche wirkt. Dieses Öl fördert die Produktion von Dopamin und Noradrenalin im Gehirn und wirkt somit auf die Konzentration und Aktivität unseres Denk- und Lernzentrums. Lemongras soll besonders auf die linke Hälfte des Gehirns einwirken und Konzentration und Denkfähigkeit erhöhen. Will man zum Beispiel die Konzentration im Büro oder auf langen Autofahrten steigern, ist es angezeigt, einige Tropfen des Öls auf ein Papiertaschentuch zu träufeln.

Lemongras erfrischt aber nicht nur im psychischen Bereich, auch körperlich hilft es uns, wieder munterer zu werden, zum Beispiel, indem Sie ein paar Tropfen Lemongrasöl in ihr Duschgel geben – besonders geeignet für Menschen, die morgens nicht auf Touren kommen. Ein positiver Nebeneffekt ist, dass das Öl eine straffende Wirkung auf das Bindegewebe hat und so Cellulitis wirkt.

Natürlich verwendet man das Lemongras auch in Parfüms und in anderen Kosmetika, da es eben diesen wunderbaren frischen Luft hat. In Gesichtswässern oder Gesichtscremes hat Lemongras eine reinigende und straffende Wirkung auf unsere Haut. Lemongras kann bei besonders empfindlicher Haut aber auch zu Reizungen führen. Lemongrasöl ist antiseptisch und kann auch gegen Fusspilz angewendet werden.

 

 

 

 

 

 

Gewürznelkenöl (Eugenia caryophyllata). Die Früchte des Gewürznelkenbaumes waren in der Antike und im Mittelalter ein besonders wertvolles Heilmittel und natürlich auch ein gern verwendetes Gewürz. Zusammen mit dem Pfeffer, dem Zimt und dem Muskat waren sie ursprünglich auf den Philippinen beheimatet. Inzwischen wird der Nelkenbaum auch in Sri Lanka, Indonesien und Malaysia angepflanzt.

Wie aus vielen anderen Gewürzen kann man auch aus Gewürznelken ein ätherisches Öl herstellen. Das Nelkenöl ist zwar nicht so populär wie andere ätherische Öle, dennoch ist es einen genaueren Blick wert. So war das Nelkenöl schon in Zeiten der alten Griechen und Römer bekannt, die dieses Öl verwendeten, um Zahnschmerzen damit zu lindern und gegen Mundgeruch vorzugehen. 

Die gleichen Anwendungen kannte auch die alte chinesische und ayurvedische Medizin.

Heute wird das Nelkenöl für seine Fähigkeiten für die Mundgesundheit geschätzt. Das ätherische Öl ist schon seit dem Mittelalter bekannt als Zahnnarkosemittel, heute findet es sich auch immer öfters in Mundwassern sowie in Gurgelmitteln. Dabei hilft es gegen Zahnschmerzen sowie gegen Mund- und Racheninfektionen.

Nelkenöl hilft uns in den trüben Herbst- und Wintertagen aktiv zu bleiben, denn es fördert die Produktion von Noradrenalin, den Antriebs-Botenstoff im Gehirn, der uns Aufmerksamkeit und Tatendrang beschert.

 

Sie sehen also: Ätherische tropische Öle sind wahre Wundertüten. Ebenfalls eine Wundertüte ist unser Shop. Bitte: Hereinspaziert!

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