Ätherische Öle und Mücken – Interview mit einem Blutsauger


Eine Nacht im Zelt oder ein Abend beim Grill kann erheblich gestört werden – und ich spreche nicht von bösen Nachbarn, dem Hund der Schwiegermutter oder eigenen Kindern. Ich spreche von Mücken, Zecken und Bremsen. Die bluthungrigen Biester können einem den letzten Nerv rauben! Nicht nur, dass sie sich ungebeten in unsere Räume stehlen, sie bedienen sich an unserem Blut und reisen uns aus den süssesten Träumen heraus. Dazu hinterlassen sie juckende, rote Spuren ihres Festschmauses. Kurz gesagt: ungebetene, lästige Gäste, die man am liebsten fernhalten soll, aber wie?

Da gibt es eine physische Barriere in Form von: geschlossenen Fenstern (etwas unpraktisch in den heissen Sommernächten oder im Freien), einem leichten Moskitonetz (nicht in der freien Natur oder in den meisten Hotelzimmern anwendbar), körperbedeckende Kleidung ist bei Sommertemperaturen etwas gewöhnungsbedürftig. Man kann auch eine chemische Keule, nämlich Diethyltoluamid (DEET), Icaridin (Picaridin), N-Butylacetanilid, Di-n-propylisocinchomeronat, Indalon, Sigilline, SS220, 2-Butyl-2-ethyl-1,3-propandiol oder IR3535 (= Ethylbutylacetylaminopropionat) benutzen. Schade nur, dass sie meistens Hautirritationen verursachen, manche besitzen sogar neurologische Nebenwirkungen.

Was soll man also gegen die stechenden Biester tun, ohne sich selbst dabei zu gefährden? Die Pflanzen haben das Problem für uns gelöst! Kein Wunder, sie arbeiten mit Insekten seit Dinosaurierzeiten zusammen, da kann man von langjähriger Erfahrung auf dem Gebiet der Insektenkommunikation reden.

Ätherische Öle

Insektenabweisend sind ätherische Öle, die: Citral, Citronellal, Citronellol, Geraniol, Sesquiterpene oder stark riechende Öle, wie Teebaumöl, Neemöl. Man kann viele Öle in Verdünnung 1:100 im neutralen Fettöl oder im Alkohol (Vodka) direkt auf die Haut auftragen, oder sie aufs Duftstein auf dem Fensterbrett, auf dem Nachttisch, in der Duftlampe oder ein Paar Tropfen in den Ultraschallvernebler geben.

Citronella (Cymbopogon nardus): kann zu Reizungen führen, weniger als 1% in der Lösung anwenden!

Bergamotte (Citrus bergamia): wirkt phototoxisch, nicht für Kinderhaut geeignet!

Lavendel fein (Lavandula angustifolia)

Lavandin super (Lavandula x intermedia)

Lemongras (Cymbopogon flexuosus): kann zu Reizungen führen, weniger als 1% in der Lösung anwenden!

Neemöl (Azadirachta indica): hat einen knoblauchähnlichen Geruch.

Nelkenknospe (Syzygium aromaticum): nicht auf die Haut auftragen! Nicht geeignet für Schwangere!

Niaouli (Melaleuca viridiflora): kann zu Reizungen führen, weniger als 1% in der Lösung anwenden!

Palmarosa (Cymbopogon martinii)

Patchouli (Pogostemon cablin)

Pfefferminze (Mentha piperia): nicht bei Kleinkindern verwenden! Als Heilmittel bei Juckreiz.

Rosengeranie (Pelargonium graveolens)

Rosmarin (Rosmarinus officinalis ct. cineol)

Sandelholz (Santalum album): wirkt phototoxisch.

Teebaumöl (Melaleuca alternifolia): ideal als Repellent und Heilmittel bei Juckreiz.

Thymian (Thymus vulgaris ct. thymol): nur für die Raumbeduftung.

Vetiver (Vetiveria zizanoides)

Zeder (Cedrus atlantica): wirkt phototoxisch.

Zimt (Cinnamomum zeylanicum): für Schwangere verboten, nur für Raumbeduftung geeignet.

Zirbelkiefer (Pinus cembra) für die Raumbeduftung geeignet.

Zitroneneukalyptus (Eucalyptus citriodora): kann zu Reizungen führen, weniger als 1% in der Lösung!

Zitronengeranie (Pelargonium citrosum)

Ätherische Öle darf man für Mückenschutz nur bei Kinder ab 6 Monaten anwenden. Moskitonetze sind ein Mittel der Wahl bei Neugeborenen und Kinder bis zum 6. Monat, sowie bei empfindlichen, zu Allergie neigenden Kindern. Auch erwachsene Allergiker müssen die Verträglichkeit der ätherischen Öle zuerst testen.

Die sanftesten ätherischen Öle gegen Ungeziefer sind:

Lavendel und Lavandin

Palmarosa

Patchouli

Sandelholz

Rosengeranie

Was tun, wenn man gestochen wurde?

Erstens: vorsichtig den Stachel (Biene, Wespe) mit Pinzette oder Fingernagel entfernen, dann Gift aussaugen. Man kann auch einen Würfel Zucker leicht befeuchten und auf die Bissstelle legen. Zucker nimmt Feuchtigkeit auf und damit auch das Insektengift aus der Wunde. Zum Abkühlen ein Eiswürfel in einem sauberen Tuch auf die Bissstelle legen.

Zweitens: Das Jucken kann man mit etwas Essig, Zwiebel-, Zitrone-, Knoblauch- Spitzwegerich- oder Petersilienblättersaft mildern. Ein Quarkumschlag wirkt Wunder gegen Schwellungen und Juckreiz. Ein Paar Tropfen Teebaumöl, Lavendel, Pfefferminz, Manuka oder Zedernholzöl – und die Heilung ist perfekt.

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