Hormone im Kilbi-Rausch oder: Wie stehe ich Pubertät bei meinen Kindern heil durch?!


Hormone im Kilbi-Rausch oder: Wie stehe ich Pubertät bei meinen Kindern heil durch?!

Erinnert Sie das Bild an Ihre momentane Situation zu Hause? Haben Sie auch einige Exemplare dieser Spezies in unmittelbarer Umgebung, oder arbeiten Sie sogar mit einer ganzen Gruppe solcher Exemplare?

Verständnis ist gefordert

Jeden Tag ist ein blanker Horror: überall Baustellen, permanenter Aufstand und die Schule obendrauf. In dieser heiklen Angelegenheit ist bei den Erwachsenen viel Verständnis für die plötzlichen Stimmungsschwankungen pubertierender Jugendlichen gefragt und für die hormongeplagten Teenager ein ausgleichendes Pflaster für Körper und Seele unabkömmlich, denn der Preis für die Entstehung eines erwachsenen Menschen ist hoch. Aber es lohnt sich! Für beide Seiten. Momentan haben Sie aber mein Mitleid und mein volles Verständnis.

Warum sind unsere Kinder plötzlich so unausgeglichen und rebellisch? Alles nur die Hormone?

Während unserer Kindheit sind wir in einer Hormon-Ruhepause, in der unser Körper die nötigen Reserven für das Erwachsenwerden sammelt. Die Mädchen kommen mit 8-14 Jahren und die Jungs im Alter von 9-15 in den Reifeprozess, der sie auf bevorstehende Fortpflanzungsaufgaben vorbereitet. Und damit bei Eltern Alpträume erzeugen! Die Umstellung erfolgt durch eine Hormonwandlung, die sich zuerst im Kopf abspielt. Ein Hormon Namens Kisspeptin initiiert die Sexualhormonproduktion im Körper des Kindes, was zu physischen (sichtbaren) und psychischen (spürbaren) Veränderungen führt.

Hormone und körperliche Veränderungen bei den Mädchen

Östrogen aktiviert bei den Mädchen das Knochenwachstum – deswegen sind es die Mädchen, die ihre vollständige Körpergrösse zuerst erreichen. Dazu kommen noch andere Gonadotropine (Sexualhormone, welche die Keimdrüsen stimulieren), die eine totale Veränderung der gesamten Körperproportionen bewerkstelligen: Wachstum der Brustdrüsen (manchmal bis zum erträumten Cup E) und die Entwicklung der Beckenknochen zur Erreichung der typischen Frauenmassen in X-Form (manchmal XS, öfter aber XL). Naja, meistens ist es aber ein X… Dazu beginnen die Eierstöcke das männliche Hormon, das Testosteron, auszuschütten, was zur Schamgegend-, Bein-, Unterarm- und Achselbehaarung führt. Die Modebranche, die Kosmetik- und Bekleidungsindustrie freuen sich mit, während das Bankkonto der Eltern schrumpft. Und wer hat, bitte schön, die schmerzhaften monatlichen Blutungen bestellt?!

Hormone und körperliche Veränderungen bei den Jungs

Die Pubertätsphase bei den Jungs kommt mit dem Hodenwachstum, was für die dringend benötigte Testosteronproduktion unabdingbar ist, denn die langersehnte Penislänge, die staatliche Körpergrösse und die weniger erwünschte (mit ausdrücklicher Ausnahme der Gesichtsbehaarung!) Restkörper-Behaarung sind ihre Folgen. Auch die Organe versuchen mit den führenden Grössen Schritt zu halten, was sich in eigenwilligen Körperproportionen und der typischen Stimmbruch-Stimmlage äussern kann.

Mein Rat: Standhaftigkeit, Mut und Vertrauen

Dass die Pubertät selten ohne Probleme verläuft, sollte kein Wunder sein, wenn man bedenkt, dass das Körper-Orchester von einem unerfahrenen Dirigenten, der sich zusätzlich in der Umbauphase befindet, geführt wird. Die Entwicklung der archäischen Gehirnstrukturen – des limbischen Systems – während der Pubertät ermöglicht der unmittelbaren Umgebung diese einmalige, hautnahe Erkundung des Verhaltensmusters unserer Vorfahren. Bei den Jungs entwickelt sich nämlich der Hippocampus, ein emotionsgesteuertes Teil des limbischen Systems, und bei den Mädchen der Mandelkern (Amygdala), der die Gefühlsbewertung und Angstzustände steuert. Leider hinkt das Kontrollzentrum der Impulskontrolle, das Frontalhirn, in der Entwicklung nach. Wundert es da noch jemanden, dass das hormongeplagte weibliche Wesen wie ein Vulkan kurz vor dem Ausbruch reagiert, oder dass der unvollständig umgebaute zukünftige Superman mit einer zwischen Bariton und Sopran angesiedelten Stimme ein Statement: «Mama – Du nervst!», abgibt?! Da ist Ruhe und Gelassenheit gefragt. «Die hat einfach zu reden», sagen Sie. Ja, aber ich habe auch einen Rat für Sie: Seien Sie sich selbst, seien Sie standhaft und stehen Sie zu Ihren Kindern, behandeln Sie Ihre Kinder mit Respekt, haben Sie Vertrauen in Ihre Kinder. Die Sprösslinge sind besser, als Sie glauben! Haben Sie Mut und vertrauen Sie auf die Resultate Ihrer eigenen Erziehungsmethoden.

Was brauen Eltern in dieser stressigen Zeit?

Und jetzt etwas für Ihr ramponiertes Nervenkostüm und etwas Balsam für Ihre arg angeschlagene Riechzellen (ein Hormonsturm bedeutet auch Duftnotenveränderung im Haus vom «Babypuder» zum «Ziegenbock-in-der-Brunstzeit») – die Aromatherapie. Hilfreich sind für die Eltern die ätherischen Öle, die die Ausschüttung von Serotonin (dem Glückshormon), von GABA, von Endorfinen und Enkephalinen fördern, und für die geplagten Teenager sollen je nach Bedarf die balancerenden GABA-Duftnoten, oder die aktivierenden Dopamin-Aromaöle (Dopamin-Ausschüttung fördert Lernprozesse!) und auf die Hormonproduktion ausgleichend wirkende Düfte bereitgestellt werden.

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